Bilder

Ein Holzhaus inmitten der Steppe. Kein Laut, kein Mensch, nur das Wandern der Sandkörner. Stille.

Gleißendes Licht legt sich über die Landschaft, hält sie in der Hitze gefangen. Die Haustür geöffnet, nur einen Spalt breit, kaum merklich, bis ein Windstoß sie sanft in Bewegung setzt. Die Fenster zerbrochen, die Vorhänge verblichen. Ein rotes Band, leuchtend in der sengenden Hitze, festgeknotet an der Türklinke.

Das Gesicht eines Jungen, die Augen stumm. Schweigsam steht er da, vor dem Haus, sein Blick auf dem Türgriff.

Sandkörner legen sich auf die staubigen Schuhe, umtänzeln ihn. In der Hand einen Eimer Wasser, halb gefüllt. Eine kleine Pfütze sammelt sich zu seinen Füßen und endet in einer dünnen Wasserspur, die zum Horizont führt. Tropfen für Tropfen wird sie heller, bis die Sonne sie gänzlich aufsaugt.